Voll voll.

Der Bauch ist voll.
Mit Müsli und Brot und Kartoffelsalat.
Und Wasser und Tee.

Kopf brummt.
Einfach so.

Mein Hirn rattert.
Eisenbahn.
Nicht InterCityExpress.

Hände trocken.
Augen quietschen.

Mein Mund ist nicht trocken.
Magen blubbert.
Bauch zwiebelt.

Füße dick.
Ohren zu.

Alles ist nicht unnormal.
Vielleicht ist alles zu normal.
So normal, dass das Bauchzwiebeln wichtig ist.

Wohnung suchen.
Telefonieren.

Was ist schon normal?
Wann ist man da?
Wo ist Zuhause?

Zuhause.
Zuhause ist wo das Herz ist.

Wo ist mein Herz?
Da wo mein Mann ist.
Da wo meine Familie ist.

Freunde.
Freunde sind da.

Wo ist mein Zuhause?
Wann bin ich da?
Ankommen.

Und dann weiter gehen.
Immer weiter gehen.

Und dabei nicht das Ruhen vergessen.

1 Kommentar 18.5.10 21:39, kommentieren

Schöner Tag.

Heute ist Montag, die Sonne scheint, die Luft ist kühl, die Fliegen und Ameisen und Wespen erledigen ihre Geschäfte.
Vor allem in unserem Garten tun sie das.
Es muss sehr ertragreich sein hier.

Auf dem Feld ist heute nicht viel los. Die Bauern haben alles gesäht, haben ihre jungen Salätchen gedüngt und gespritzt und fahren jetzt ab und an herum, schauen ob es ihren Pflanzen gut geht.
Von Bodenausbeutung ist nicht viel zu erkennen.

Die Kinder im Kindergarten rennen wieder vergnügt im feuchten Sand herum und krakelen Lauthals den Himmel an und ihre Kumpels, die Kindergärtnerinnen und den Zivi.

Der Hund erfreut sich inbrünstig an den Gerüchen die die anderen Kumpanen überall hinterlassen und jagt den bummeligen Hummeln nach. Und sucht Mäuse. Und schaut mit uns dem riesigen Vogel nach, der kein Falke ist - weil zu groß.

Kurzum; es ist ein wunderschöner Frühlingstag im Mai. Mit Fotoapparat und Film und Audio und Schrift kann man all das gar nicht einfangen.

Gestern war ein ganz anderer Tag.
Im Nachhinein war der Tag gut, währenddessen war er sehr langwierig aber notwendig.
Ich habe schon lange nicht mehr so einen Tag erlebt, der zäh und anstrengend ist und dann wirklich gut und ertragreich endet.
Manchmal ist es so - oder eher oft - dass man traurig oder wütend oder enttäuscht oder aggressiv ist und dann einfach grübelt.
Warum bin ich so und so? Was kann ich ändern?
Und oft ist man am Ende des Denkens genau so schlau wie vorher, denn es liegt einfach an einem Gesamtumstand oder zu wenigen Erkenntnissen oder zu vielen und man gräbt mal hier mal da und kommt nicht weiter.

Gestern habe ich versucht, gezielter zu denken. Mir Zeit genommen. Reflektiert, kritisiert, gefragt.
Und ich habe Antworten bekommen und gelernt.
Umsetzung folgt.
Nicht dass das kein Prozess gewesen wäre in dem ich steckte, ganz bestimmt keine Sache von ein, zwei Tagen.
Ein dreiviertel Jahr hat es bis jetzt gedauert. Aber jetzt ist ein Schritt erreicht, der in die Praxis umgesetzt werden kann.

Also ein machbarer, guter Schritt.

Schön.

Und jetzt, da genieße ich diesen gestrigen ertragreichen Tag und den heutigen wunderschönen Tag.

Danke dafür.

10.5.10 12:53, kommentieren

Selbstzweifel.

Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch.
Schon so lange warte ich darauf. Bestimmt seit sieben Wochen oder so.
Jetzt ist es dann endlich soweit.
Und ich nehme an, dass der Job dann noch mals sieben Wochen auf sich warten lässt. Wenn ich ihn überhaupt bekomme.

Leider hatte ich jetzt schon wieder diese Sache mit den Augen. Meine Hornhaut ist wieder einmal aufgerissen. Wieder die Schmerzen (ich gewöhne mich langsam dran..), wieder viel schlafen, wieder drei Tage fast nichts sehen.
Langsam geht es wieder. Ich sehe noch nicht viel - aber mein Auge sieht wieder gesellschaftstauglicher aus.

Wie dem auch sei, dem Selbstbewusstsein tut es nicht so gut, nur halbseitig zu sehen. Meinem zumindest nicht.
Sowieso ist gerade alles etwas zäh. Das zehrt.
Woran das eigentlich liegt kann ich gar nicht sagen. Der Allgemeinumstand irgendwie.
Ich zu Hause, wir in Fernbeziehung, Studium noch so weit weg, Abschluss noch viel weiter, Job unsicher, hier leben kompliziert und fraglich ob gute Entscheidung für uns beide. Geld. Wohnung. Hund. Familie. Gesundheit.
Alles scheint irgendwie zu wackeln seit ein, zwei Wochen.
Wie ein leichtes, langes Erdbeben. Ungefährlich aber konstant und penetrant. Zu groß um es zu stoppen.

Vielleicht liegt es am ekelhaften Regen und der Kälte. Hatten wir nicht Mai? Ich dachte schon. Jedenfalls möchte ich jetzt langsam mal meine Winterjacke einmotten. Das kann ja so nicht weiter gehen!

Tja, ich gehe jetzt mal mit dem Hund. Im Regen. Juhu! Aber da ich eh schon mehrmals nass geworden bin ist das jetzt auch egal. Vielleicht hilft es ja. Für irgendwas.

Und morgen.. vielleicht berichte ich morgen wie das Vorstellungsgespräch war.
Ich hoffe, dass mir über Nacht wieder etwas Selbstwert wächst.
Vielleicht sollte ich heute Abend ein bisschen was alkoholisches trinken. :D

Gehabt euch wohl!

1 Kommentar 6.5.10 11:34, kommentieren

Männer die auf Ziegen starren.

Wow. Ich war seit langem mal wieder im Kino und HEY! dieser Film hat sich echt gelohnt.
Irgendwie total schräg und verrückt und lustig und ernst und doof - aber schön irgendwie. Und - das fällt mir gerade auf - keine Liebes- und Sexszenen. Toll!

Danach noch mit M. und S. im Café gewesen und auf meinen geschundenen Magen einen Cappucino Fredo gekippt. Sehr schön.

Heute bin ich total tiefen-entspannt. Ich habe das Gefühl, dass es einfach weiter geht. Das Leben geht weiter. Und das hat sich schon vor dem Film so angefühlt.
Und etwas habe ich aus dem Film gerade gelernt: Angst macht mich schwach - nicht das wovor ich Angst habe.
Klar, keine große Erkenntnis.

Aber es ist so. Die Angst an sich, die Angst vor allem und jedem ist einfach dumm. Sie lähmt. Sie blockiert. Sie behindert.
Und ich habe beschlossen einfach Angst Angst sein zu lassen. Ich liebe Angst nicht.
Ich liebe das Leben, ich liebe die Menschen und ich liebe es, neues zu erfahren.
Ich liebe es, ich zu sein. So wie ich bin.
Und mich möchte ich immer weiter erfahren und lernen, mit mir umzugehen und klarzukommen.

Angst ist dabei hinderlich.
Angst hält mich davon ab, so zu sein, wie ich bin.
Denn ich könnte nicht "passen".
Ich könnte unperfekt sein.
Ich könnte negativ auffallen.
Ich könnte unfair sein und unfreundlich und was auch immer.

Aber das bin ich auch, wenn ich Angst habe. Nicht perfekt. Und das bin ich auch, wenn ich mit aller Kraft versuche, perfekt zu sein.
Also - habe ich jetzt einfach keine Angst mehr davor, nicht perfekt zu sein.
Denn ich werde es nie sein.
Kein Mensch kann das sein.

Amen.

Das war ein wirklich guter Tag.

19.4.10 23:59, kommentieren

Alors on danse - Stromae

Ich liebe es.
Das ist mein Lied für diesen Frühling.
Soviel soll gesagt sein

Verdammte Scheiße (Entschuldigung, aber diese Wortwahl ist zwingend notwendig!), ich habe schon lange nicht mehr geschrieben. Heute tu ich es mal wieder.

Es ist Frühling, vielmehr April. Das Wetter glücklicherweise mal wieder entsprechend dem Klischee diesen Monats.
Ich mag den April eigentlich nicht - aber er passt ganz gut in die Situation. (Nichtwahr?)

Viele Dinge sind passiert.

Ich lebe wieder in Hessen.

Wenn ich zurück schaue glaube ich kaum, dass ich schon fast sieben Wochen hier bin. Viel zu schnell ist diese Zeit vergangen.
Zeit, die irgendwie unwiederbringlich und trotzdem notwendig ist und war. Ich weiß nicht, wo alles enden soll.

Aber ich habe wichtige Entscheidungen getroffen.
Wichtig für mich, wichtig für uns, wichtig einfach.

Ich werde Soziale Arbeit studieren. Ich habe sechs Semester "verplämpert", könnte man meinen. Allerdings bin ich mittlerweile anderer Ansicht.
In diesen drei Jahren habe ich viele Dinge gelernt. Über die Soziologie, über Psychologie, mein Leben und meine Ziele, andere Leben und Entscheidungen und über Selbstwert.
Übers Erwachsenwerden und das innere Kind.
Über Liebe.
Über Ehe.
Über Krankheit und Gesundheit.
Über Mut und Unmut und Angst.

Unter diesen Voraussetzungen bin ich noch immer motiviert, Soziale Arbeit zu studieren. Mehr denn je. Auch wenn ich noch mal drei Jahre dafür brauchen werde.
Auch wenn ich dann erst mit 26 oder 27 fertig bin.
Ich werde das durchziehen und genießen und richtig reinhauen.

Ja. Was auch immer passieren mag.
Es wird schon werden.

In diesem Sinne; genießt den April, bald kommt der Mai!

1 Kommentar 15.4.10 15:09, kommentieren

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